Abschlussveranstaltung des Projektes "Zehn für Zukunft" an der Akademie für Politische Bildung
Auch in diesem Schuljahr durfte ein Team des Gymnasiums Tutzing am
Projekt „Zehn für Zukunft – Gesellschaftliche Veränderungen wahrnehmen und gestalten“ 🧠 teilnehmen, das unsere Schule als Kooperationspartner der MB-Dienststelle für die Gymnasien in Oberbayern-West zusammen mit der Akademie für Politische Bildung seit nunmehr neun Jahren erfolgreich durchführt. Adressiert ist das Angebot im Rahmen der Begabtenförderung und der politischen Bildung an Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe.
Den Höhepunkt des Projektes bildete eine
Ideenwerkstatt 💡: Vom 14. bis 16. Mai 2026 setzten sich
30 interessierte Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen von den Gymnasien Penzberg, Tutzing und Weilheim sowie vom Feodor-Lynen-Gymnasium Planegg und Graf-Rasso-Gymnasium Fürstenfeldbruck mit aktuellen politischen Themen auseinander.
Die Schülerinnen und Schüler kamen an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing zusammen und gestalteten
Workshops zu aktuellen politischen Fragen sowie gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Themen reichten von der Auseinandersetzung mit den Gründen für den Erfolg der AfD, der Frage nach einer Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre, der Beleuchtung von politischen Strategien auf Social Media und des australischen Social-Media-Verbots bis hin zu einer kritischen Beschäftigung mit dem Phänomen Tradwives.
Das Team vom Gymnasium Tutzing, dem Daniel Bahinskij, Elisabeth Flasche, Levin Häkler, Luise Preißler, Timo Schoening und Victoria Schuberts angehörten, warf die Frage auf, ob und inwieweit
Australiens Social-Media-Verbot für Jugendliche ein Vorbild für Deutschland und Europa sein kann. In einem differenzierten Urteil kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu dem Schluss, dass einem pauschalen Nutzungsverbot – trotz der vielfältigen Risiken von Social Media – eine anderweitige Regulierung der Plattformen vorgezogen werden sollte, um Kinder und Jugendliche dort zu schützen.
Die Ergebnisse der Workshops präsentierten die Schülergruppen dann zahlreichen Gästen, darunter viele Eltern der Teilnehmenden, im Rahmen einer Podiumsdiskussion 💬. Dazu kam Michael Piazolo, ehemaliger Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus und Mitglied der Fraktion Freie Wähler im Bayerischen Landtag, an die Akademie und tauschte sich mit den Schülerinnen und Schüler zu diesen Aspekten sowie weiteren politischen Fragestellungen intensiv aus.
Im Namen der Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Oberbayern-West, Brigitte Grams-Loibl, überreichte Studiendirektorin Elena Eiber von der MB-Dienststelle den teilnehmenden Schülergruppen im Anschluss Zertifikate 📑 und würdigte damit das besondere politische Interesse und Engagement der Gymnasiasten. Die Zehntklässlerinnen und Zehntklässler zeigten eindrucksvoll, dass sie überlegt und kreativ mit aktuellen Fragestellungen aus Politik und Gesellschaft umgehen und aktiv an der Gesellschaft teilhaben.
Bei der Abschlussveranstaltung am 16. Mai 2026 lobten auch die betreuenden Projektleiter Jörg Siegmund von der Akademie für Politische Bildung in Tutzing sowie Gabriele Beulke und Stefan Flierl vom Gymnasium Tutzing den Einsatz der Schülerteams über den Unterricht hinaus: Die Schülerinnen und Schüler hätten methodenreiche und inhaltlich gewinnbringende Workshops für die anderen Seminarteilnehmer ausgestaltet und so viele bereichernde Erfahrungen auch für die eigene Zukunft gesammelt.
Die Ideenwerkstatt „Zehn für Zukunft – Gesellschaftliche Veränderungen wahrnehmen und gestalten“ wurde im Jahr 2016 von der MB-Dienststelle für die Gymnasien in Oberbayern-West gemeinsam mit der Akademie für Politische Bildung in Tutzing sowie dem Gymnasium Tutzing ins Leben gerufen. Ziel des Kooperationsprojekts ist es, Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe oberbayerischer Gymnasien – daher der Name des Projekts „Zehn für Zukunft“ – anzuregen, sich mit gesellschaftlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Interessierte Jugendliche bewerben sich eigenständig in Teams für das Projekt und arbeiten dann mit Unterstützung von Experten ein selbstgewähltes politisches Thema aus. In mehreren Veranstaltungseinheiten gestalten die Schülergruppen eigenständig Workshops für die anderen Projektgruppen. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, mit Politikern und weiteren Experten über ihre Themen zu diskutieren. Insgesamt gewinnen so alle Teilnehmenden neue Erkenntnisse, lernen ihre Sichtweisen argumentativ darzulegen und überzeugend zu präsentieren.





















