Berichte aus den Fächern: LATEIN!

26. September 2024

Ursprünglich verwendete der römische Philosoph Seneca, auf den dieser berühmte Ausspruch zurückgeht, die Worte in umgekehrter Reihenfolge und anderer Absicht: Non vitae, sed scholae discimus. Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir. Er wollte damit Kritik an der Theorielastigkeit der im ersten Jahrhundert nach Christus verbreiteten Philosophenschulen in Rom üben. 


Im Lateinunterricht hätte er in diesem Schuljahr wohl wenig zu bemängeln gehabt, auch wenn Sprach- und Textarbeit (natürlich) immer noch von großer Bedeutung sind. Dass auch diese Freude bereiten können, zeigt die Tafelaufschrift „Wir haben Bock auf Latein“, mit der Schüler vor Beginn einer Lateinstunde das Smartboard schmückten, oder das fröhliche Gesicht von Hilal Bozkurt (Klasse 6d), die stolz ihr Vokabelabfrageheft in die Kamera hält. 


Dass es im Fach Latein nicht nur um möglichst fehlerfreies Übersetzen geht, beweist die sehr gelungene freie Wiedergabe eines Liebesgedichts des römischen Dichters Catull durch einen Schüler der zehnten Klasse im Rahmen einer Projektarbeit, die fester Bestandteil des Lateinunterrichts geworden ist. 

Latein und aktuelle Themen, ein Widerspruch? Minime (Absolut nicht)! So führte Frau Ulrich ihren Sechstklässlern ausgehend von Lektionstext 23, der die Wasserknappheit in Pompeji beschreibt, anschaulich vor Augen, dass dieses Problem leider nicht erst heute, sondern schon seit der Antike besteht. 

Jetzt noch zu einigen Projekten über den klassischen Unterricht hinaus, in denen unsere Schülerinnen und Schüler in den vergangenen zehn Monaten immer wieder antike Luft schnuppern konnten:


Zum Beispiel bei unserer Cena Romana, dem traditionell vom Lateinkurs der Q 12 veranstalteten Abendessen im November 2023: Hier lauschten unsere Fünftklässler und deren Eltern bei ausgesuchten römischen Speisen Vorträgen über die Ursprünge römischer Tischkultur bei den Griechen oder den Gründungsmythos der Römer, lösten Quizze, spielten wie im alten Rom oder ließen sich typisch römische Frisuren legen. 

Noch unmittelbarer begegneten die sechsten Klassen bei einer Exkursion nach Regensburg, der nördlichsten Stadt der römischen Provinz Rätien, im Januar / Februar 2024 den Römern: Beim Besuch des historischen Museums der Stadt konnten sie an den Workshops „Antike Schreibstube“ oder „Antike Mode und Spiele“ teilnehmen.   

Unser Tag der offenen Tür am 7. März 2024 zeigte, dass auch Viertklässler für antike Kultur zu begeistern sind. Wir wurden regelrecht überrannt, bastelten mehr als 50 Wachstafeln aus Buchenholz und echtem Bienenwachs, dazu mehrere römische Rundmühlenspiele und kleideten viele junge Römerinnen und Römer ein, die wir hoffentlich auch als zukünftige Lateinschülerinnen und Lateinschüler bei uns begrüßen dürfen. 

Mein Dank gilt wie immer allen Latein unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen für ihr großes Engagement für unser Fach und für die stets konstruktive Zusammenarbeit!


T. Gahleitner

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9. Oktober 2026
Zum Ende des letzten Schuljahres standen zwei Projekttage am Gymnasium Tutzing ganz im Zeichen der politischen Bildung . Unter dem Motto "Jetzt wird’s extrem" beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen mit unterschiedlichen Fragen rund um Demokratie, Extremismus, gesellschaftliches Zusammenleben und politische Mitgestaltung 💪. Auch der Starnberger Merkur berichtete ( Link ). Organisiert wurden die Projekttage von einem an Politik und Gesellschaft angebundenen P-Seminar der 11. Jahrgangsstufe unter der Leitung von Christian Clement und Stefan Flierl. In Workshops, Gesprächen und Begegnungen konnten sich die Schülerinnen und Schüler aus ganz unterschiedlichen Perspektiven mit politischen und gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. Ein Schwerpunkt lag auf dem Themenfeld Flucht und Migration . Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe trafen Bewohnerinnen und Bewohner sowie ehemalige Bewohner des Benedictushofes in Tutzing und kamen mit ihnen über Fluchterfahrungen, das Ankommen in Deutschland und die Herausforderungen eines Lebens in einer neuen Gesellschaft ins Gespräch. Unterstützt wurde die Begegnung unter anderem von der Integrationslotsin des Landkreises sowie vom Ökumenischen Unterstützerkreis.
27. Juli 2026
Eine Woche voller neuer Erfahrungen, spannender Herausforderungen und jeder Menge Spaß – so lässt sich unsere diesjährige Fahrten- und Projektwoche am besten beschreiben. Im Mittelpunkt standen die L eitgedanken Alltagskompetenzen, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und die Gute Gesunde Schule. Unsere Schülerinnen und Schüler konnten außerhalb des Klassenzimmers lernen, praktische Erfahrungen sammeln und ihre sozialen, sportlichen und kreativen Fähigkeiten weiterentwickeln. Die 5. Klassen gingen den Themen Ernährung, Imkerei, Fischerei und Walderlebnis auf den Grund. Sie erfuhren, wo unsere Lebensmittel herkommen, welche wichtige Rolle Bienen für unsere Umwelt spielen, erhielten spannende Einblicke in die heimische Fischerei und erkundeten den Lebensraum Wald mit seiner vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Dabei wurden Nachhaltigkeit und ein bewusster Umgang mit natürlichen Ressourcen unmittelbar erlebbar. Für die 6. Klassen standen Bewegung, Entspannung und Medienkompetenz im Mittelpunkt. Beim Yoga und Schwimmen konnten sie aktiv sein und etwas für ihre Gesundheit tun, während das Digitaltraining wichtige Kompetenzen für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien vermittelte. Die 7. Klassen stellten sich sportlichen Herausforderungen beim Klettern, American Football sowie einer Bergwanderung mit Hüttenübernachtung . Teamgeist, Ausdauer und gegenseitige Unterstützung waren dabei ebenso gefragt wie Mut und Durchhaltevermögen. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch bei der Wasserwacht Weilheim, bei dem die Jugendlichen wertvolle Einblicke in die Wasserrettung und die Sicherheit am Wasser erhielten. Kreativität und Entdeckergeist prägten das Programm der 8. Klassen. Neben einem Ausflug ins Deutsche Museum konnten sie sich im Bogenschießen ausprobieren und in einem Upcycling-Workshop aus alten Materialien ihre eigenen Rucksäcke nähen – ein gelungenes Beispiel dafür, wie Nachhaltigkeit, handwerkliches Geschick und Kreativität miteinander verbunden werden können. Die Fahrten- und Projektwoche hat einmal mehr gezeigt, dass Lernen weit über das Klassenzimmer hinausgeht. Sie stärkte nicht nur fachliche und praktische Kompetenzen, sondern auch Gesundheit, Verantwortungsbewusstsein und den Zusammenhalt innerhalb der Schulgemeinschaft. Mit vielen neuen Eindrücken und schönen gemeinsamen Erlebnissen blicken wir auf eine rundum gelungene Woche zurück.
27. Juli 2026
Wie können Schulen auch an heißen Tagen gute Orte zum Lernen bleiben? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Dialogforum „Kühle Köpfe, gesundes Lernen“ in München. Unsere Schule war dabei gleich doppelt vertreten: durch unsere Schülersprecherin Chiara Matthies und unsere Elternbeirätin, Frau Dr. Matthies-Wiesler, die als Wissenschaftlerin und Vertreterin des Helmholtz Zentrums München den Zusammenhang zwischen Klima und Gesundheit deutlich machte, sowie den Hitzeschutzplan für Schulen vorstellte (Link zum Hitzeschutzplan). Den Auftakt der Veranstaltung gestaltete der bekannte Astrophysiker Prof. Dr. Harald Lesch mit einem Impulsvortrag über die Folgen des Klimawandels für unsere Gesundheit. Im Anschluss diskutierten Expertinnen und Experten aus Bildung, Medizin und Forschung gemeinsam über Wege zu einer hitzeresilienten Schule. Im Mittelpunkt standen Fragen wie: Wie können Schulgebäude besser an steigende Temperaturen angepasst werden? Welche Maßnahmen schützen die Gesundheit und fördern gleichzeitig erfolgreiches Lernen? Wir sind stolz darauf, dass unsere Schulgemeinschaft bei dieser zukunftsweisenden Veranstaltung gleich aus zwei Perspektiven vertreten war. Die Impulse aus der Veranstaltung nehmen wir mit an unsere Schule: Im kommenden Jahr möchten wir uns im Rahmen der Schulentwicklung gezielt mit dem Thema Hitzeschutz beschäftigen und gemeinsam Maßnahmen entwickeln, um unsere Lern- und Lebensräume auch bei steigenden Temperaturen noch gesundheitsförderlicher zu gestalten. Fotograf: Oliver Jung, Munich Re Foundation
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