Moderne Glaubensbekenntnisse
28. Februar 2025
Religionsunterricht neu denken!
Im Zuge des Lehrplanbereichs „Sinnfrage und Gottesfrage“ beschäftigten wir uns in der 12. Klasse (G9) mit dem apostolischen Glaubensbekenntnis und stellen fest, dass der Text für Jugendliche in der heutigen Zeit doch etwas sperrig wirkt und nicht von allen überzeugt gebetet werden kann. Was nun? Das Glaubensbekenntnis einfach abschaffen?? Um Gottes willen, nein! Das wollte niemand! Den Text einfach so übernehmen aber auch nicht! Und so schrieben die Jugendlichen den Text einfach neu. In Kleingruppen formulierten sie ihre eigenen, modernen Glaubensbekenntnisse und brachten so ihre persönlichen Glaubensinhalte in Bezug auf Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist zum Ausdruck.
Text 1:
Ich glaube an eine Welt, die uns von Gott gegeben wurde, um sie zu bewahren und lebenswert zu halten für uns, unsere Nächsten und alles Leben, und in der Frieden und Glück bis in alle Zeiten bestehen.
Ich glaube an eine Gemeinschaf, in der alle Menschen gleich sind, egal welcher Religion, Herkunft, Sexualität, Form oder Identität; die Nächstenliebe keinem Menschen vorenthält und allen die Möglichkeit gibt, sich frei zu entfalten. Sodass ein jeder danach lebt, wie er selbst behandelt werden möchte.
Ich glaube an eine Kirche, die offen für alle ist, niemanden ausschließt und erkennt, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt, und alle Religionen oder Weltanschauungen respektiert und achtet, sich zu hinterfragen weiß und weiterzuentwickeln; und die es sich zur Aufgabe macht, diese Werte in die Welt zu tragen und ein Licht für alle zu sein. Eine Kirche, in der jeder Einzelne die Verantwortung für diese Aufgabe trägt und hilft, unsere Welt zu erfüllen.
Text 2:
Ich glaube an Gott, der die Welt erschaffen hat und uns liebt. Ich glaube an Jesus Christus, der uns zeigt, wie wir leben sollen und der für uns gestorben und auferstanden ist, damit wir in einer besseren Welt leben können. Ich glaube an den Heiligen Geist, der uns hilft, richtig zu entscheiden und uns Kraft gibt, das Gute zu tun. Amen
Text 3:
Ich glaube an Gott, den Ursprung allen Lebens, Quelle der Liebe, Weisheit und Wahrheit. Ich glaube, dass Gott das Beste in jedem Menschen hervorbringt.
Ich glaube an Jesus Christus, durch den Gott uns nahe gekommen ist, den Mensch gewordenen Sohn Gottes, der uns Vergebung, Gerechtigkeit und neues Leben schenkt.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die Power Gottes in uns, die uns leitet, stärkt und verbindet. Und die uns den Antrieb gibt, Gutes zu tun in dieser Welt.
Amen.
Die evangelischen Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse (G9)

Zum Ende des letzten Schuljahres standen zwei Projekttage am Gymnasium Tutzing ganz im Zeichen der politischen Bildung . Unter dem Motto "Jetzt wird’s extrem" beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen mit unterschiedlichen Fragen rund um Demokratie, Extremismus, gesellschaftliches Zusammenleben und politische Mitgestaltung 💪. Auch der Starnberger Merkur berichtete ( Link ). Organisiert wurden die Projekttage von einem an Politik und Gesellschaft angebundenen P-Seminar der 11. Jahrgangsstufe unter der Leitung von Christian Clement und Stefan Flierl. In Workshops, Gesprächen und Begegnungen konnten sich die Schülerinnen und Schüler aus ganz unterschiedlichen Perspektiven mit politischen und gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. Ein Schwerpunkt lag auf dem Themenfeld Flucht und Migration . Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe trafen Bewohnerinnen und Bewohner sowie ehemalige Bewohner des Benedictushofes in Tutzing und kamen mit ihnen über Fluchterfahrungen, das Ankommen in Deutschland und die Herausforderungen eines Lebens in einer neuen Gesellschaft ins Gespräch. Unterstützt wurde die Begegnung unter anderem von der Integrationslotsin des Landkreises sowie vom Ökumenischen Unterstützerkreis.

Eine Woche voller neuer Erfahrungen, spannender Herausforderungen und jeder Menge Spaß – so lässt sich unsere diesjährige Fahrten- und Projektwoche am besten beschreiben. Im Mittelpunkt standen die L eitgedanken Alltagskompetenzen, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und die Gute Gesunde Schule. Unsere Schülerinnen und Schüler konnten außerhalb des Klassenzimmers lernen, praktische Erfahrungen sammeln und ihre sozialen, sportlichen und kreativen Fähigkeiten weiterentwickeln. Die 5. Klassen gingen den Themen Ernährung, Imkerei, Fischerei und Walderlebnis auf den Grund. Sie erfuhren, wo unsere Lebensmittel herkommen, welche wichtige Rolle Bienen für unsere Umwelt spielen, erhielten spannende Einblicke in die heimische Fischerei und erkundeten den Lebensraum Wald mit seiner vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Dabei wurden Nachhaltigkeit und ein bewusster Umgang mit natürlichen Ressourcen unmittelbar erlebbar. Für die 6. Klassen standen Bewegung, Entspannung und Medienkompetenz im Mittelpunkt. Beim Yoga und Schwimmen konnten sie aktiv sein und etwas für ihre Gesundheit tun, während das Digitaltraining wichtige Kompetenzen für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien vermittelte. Die 7. Klassen stellten sich sportlichen Herausforderungen beim Klettern, American Football sowie einer Bergwanderung mit Hüttenübernachtung . Teamgeist, Ausdauer und gegenseitige Unterstützung waren dabei ebenso gefragt wie Mut und Durchhaltevermögen. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch bei der Wasserwacht Weilheim, bei dem die Jugendlichen wertvolle Einblicke in die Wasserrettung und die Sicherheit am Wasser erhielten. Kreativität und Entdeckergeist prägten das Programm der 8. Klassen. Neben einem Ausflug ins Deutsche Museum konnten sie sich im Bogenschießen ausprobieren und in einem Upcycling-Workshop aus alten Materialien ihre eigenen Rucksäcke nähen – ein gelungenes Beispiel dafür, wie Nachhaltigkeit, handwerkliches Geschick und Kreativität miteinander verbunden werden können. Die Fahrten- und Projektwoche hat einmal mehr gezeigt, dass Lernen weit über das Klassenzimmer hinausgeht. Sie stärkte nicht nur fachliche und praktische Kompetenzen, sondern auch Gesundheit, Verantwortungsbewusstsein und den Zusammenhalt innerhalb der Schulgemeinschaft. Mit vielen neuen Eindrücken und schönen gemeinsamen Erlebnissen blicken wir auf eine rundum gelungene Woche zurück.

Wie können Schulen auch an heißen Tagen gute Orte zum Lernen bleiben? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Dialogforum „Kühle Köpfe, gesundes Lernen“ in München. Unsere Schule war dabei gleich doppelt vertreten: durch unsere Schülersprecherin Chiara Matthies und unsere Elternbeirätin, Frau Dr. Matthies-Wiesler, die als Wissenschaftlerin und Vertreterin des Helmholtz Zentrums München den Zusammenhang zwischen Klima und Gesundheit deutlich machte, sowie den Hitzeschutzplan für Schulen vorstellte (Link zum Hitzeschutzplan). Den Auftakt der Veranstaltung gestaltete der bekannte Astrophysiker Prof. Dr. Harald Lesch mit einem Impulsvortrag über die Folgen des Klimawandels für unsere Gesundheit. Im Anschluss diskutierten Expertinnen und Experten aus Bildung, Medizin und Forschung gemeinsam über Wege zu einer hitzeresilienten Schule. Im Mittelpunkt standen Fragen wie: Wie können Schulgebäude besser an steigende Temperaturen angepasst werden? Welche Maßnahmen schützen die Gesundheit und fördern gleichzeitig erfolgreiches Lernen? Wir sind stolz darauf, dass unsere Schulgemeinschaft bei dieser zukunftsweisenden Veranstaltung gleich aus zwei Perspektiven vertreten war. Die Impulse aus der Veranstaltung nehmen wir mit an unsere Schule: Im kommenden Jahr möchten wir uns im Rahmen der Schulentwicklung gezielt mit dem Thema Hitzeschutz beschäftigen und gemeinsam Maßnahmen entwickeln, um unsere Lern- und Lebensräume auch bei steigenden Temperaturen noch gesundheitsförderlicher zu gestalten. Fotograf: Oliver Jung, Munich Re Foundation





